Das ganze letzte Jahr war ich nur in der Schweiz unterwegs, doch jetzt sollte es wieder weiter weg nach Ungarn an den Plattensee gehen.🤗
Mit lautem geknatter (mein Endtopf war leider kaputt) ging es los. Die Route führte uns über Bregenz, München, Salzburg, Wien in Richtung Balaton…
Die Fahrt ging so flott, dass wir nur kurz auf einem Rastplatz auf der Autobahn ein Nickerchen machten, und sonst ohne Probleme durchfuhren. 😅
Bei strömendem Regen und starkem Wind sind wir dann doch etwas erschöpft auf dem Campingplatz (Balatontourist Camping Park and Holiday Village) angekommen. Zum Glück haben uns hilfsbereite Campingnachbarn beim aufstellen vom Vorzelt geholfen, alleine hätten wir das bei dem Sturm nicht geschafft.

Am nächsten Tag sah alles anders aus und die Sonne strahlte vom blauen Himmel. Um mich herum wurde wieder gemütlich eingerichtet und so stand ich die nächsten Tage entspannt auf dem Platz. Nur einmal wurde ich zu einem speziellen Ausflug bewegt, aber lassen wir doch mal meine Besitzer erzählen, was sie so den ganzen Tag über gemacht haben:

Die Umgebung am Plattensee lässt sich hervorragend mit dem Velo erkunden. Alles Flach und gute breite Velowege. Von unserem Camping aus fuhren wir oft zum Einkaufen in den etwas grösseren Ort Keszthely. Viele kleine Beizchen und gute Restaurants laden dort zum verweilen ein.  Auch die verschiedenen Märkte sind immer wieder ein Besuch wert.

Ein spannender Ausflug war auch der Besuch von der Burg in Szigliget. Und per Zufall landeten wir an einem „Fischkopfsuppenwettkochen“ 🤢 Das war ein richtiges Volksfest mit Livemusik und weiteren Essständen, wo es dann auch etwas für uns dabei hatte 😋 Überhaupt begeisterte uns die Gegend auch mit ihren vielen Möglichkeiten zu wandern.

Speziell möchten wir noch den Besuch der Seehöhlen in Tapolca erwähnen. Da diese Höhlen etwas weiter weg waren, haben wir unser Büssli wieder mal bewegt. Unser Vorzelt ist ja auch dafür gedacht, dass es Frei stehen kann. Die Position vom Bus haben wir vorher markiert, damit wir uns wieder genau gleich hinstellen konnten. Und das klappte prima. Alles in allem können wir diese Gegend wirklich empfehlen. Nette Leute, gutes Essen, spannenden Ausflüge. Wir haben tolle Ferien verbracht.

Und dann war da ja noch der defekte Auspuff…. 🙉 In der Schweiz haben wir den Tip bekommen, diesen gleich in Ungarn reparieren zu lassen. Jetzt stellte sich die Frage nach einer geigneten Garage 🤔 Also fragten wir mal an der Reception vom Campinplatz. Logisch kannten die jemanden und kurzerhand wurde ein Termin vereinbart. Mit dem Velo gings erst mal in diese Garage um die passenden Ersatzteile zu bestellen. Na ja, es war so eine kleine „Hinterhofgarage“ aber für ungarische Verhältnisse glaub ich nicht schlecht. Der Chef bestellte mit uns zusammen die passenden Teile bei VW und war erstaunt darüber wie teuer diese Ersatzteile waren. Gut, wir kennen die Preise von VW und so überraschte uns das nicht. Wir mussten die Teile im Voraus bezahlen. Am letzten Tag von unsere Ferien brachten wir unser Büssli also dort hin. Leider hatten sie einen „Notfall“ hereinbekommen, und so mussten wir lange warten. Nichts desto trotz, die Arbeit wurde zu unsere vollen Zufriedenheit erledigt und so ging die Fahrt weiter in Richtung Österreich zu unseren Verwandten in Graz.

Geben wir das Wort wieder zurück ans „Büssli“:

Ja, mir hats auch gut gefallen in Ungarn. Nur in dieser Garage hatte ich schon etwas Angst. War doch der Autolift nicht mehr das neuste Modell und ich hing da ziemlich schief drauf. Aber das Endresultat überzeugte und so war ich glücklich über mein neuer Auspuff.